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Xanthan

Vorkommen und Gewinnung

Xanthan wird durch Fermentation von Glucose- oder Saccharose-Lösungen mit Reinkulturen von Xanthomonas campestris oder phasaeoli gewonnen. Die Glucosekonzentration des Substrats darf dabei wegen der hohen Viskosität des gebildeten Xanthans 5% nicht überschreiten. Zur Fermentation werden ausserdem eine Stickstoffquelle (Hefe) sowie Nähr- und Puffersalze benötigt. Nach Beendigung der Synthese, die etwa 2 Tage dauert, wird der Fermentationsansatz pasteurisiert, um die Mikroorganismen abzutöten, durch Zentrifugieren von Zellbestandteilen befreit und das Xanthan aus der verdünnten viskosen Lösung durch Zugabe von Isopropanol ausgefällt. Nach Abfiltration – oder Zentrifugation – wird das Produkt getrocknet und gemahlen. Die Produktion erfordert Apparaturen von grosser Kapazität und damit hohe Investitionskosten. Die Jahresproduktion beläuft sich auf etwa 1'500 Tonnen.
Agar Agar .

Eigenschaften

Aussehen

Xanthan ist ein weisses bis gelbliches Pulver.

Zusammensetzung

Xanthan ist ein langkettiges Polysaccharid mit einer grossen Anzahl von Trisaccharid-Seitenketten. Die Bausteine D-Glucose, D-Mannose und D-Glucuronsäure liegen im molaren Verhältnis von etwa 3:3:2 vor. Die Hauptkette besteht aus β-(1-4)-verknüpften D-Glucose-Einheiten. Die Seitenketten setzen sich aus zwei Mannose- und einer Glucuronsäure-Einheit zusammen. An die Seitenketten gebunden finden sich noch etwa 4.7 % Acetyl- und 3.5 % Brenztraubensäure-Gruppen. Die mittleren Molekulargewichte liegen um 1 000 000.

Löslichkeit

Xanthan ist in kaltem und warmem Wasser leicht löslich. Die Viskosität solcher Lösungen wird weder durch Temperaturerhöhung (bis etwa 90 °C) noch durch pH-Einflüsse wesentlich verändert. Auch hohe Salzkonzentrationen üben keinen negativen Einfluss auf die Viskosität aus. Die Lösungen sind ausserordentlich widerstandsfähig gegen chemischen und enzymatischen Abbau. Xanthanlösungen zeigen eine sehr ausgeprägte Pseudoplastizität.